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| PREMIEREN |
| Das Schloss |
Premiere 4. November 2006 // Spieldauer ca. 2,5 Std. inkl. Pause |
von Franz Kafka |
Inszenierung: Stefan Rogge |
Musik: Andreas Debatin |
Mit: Andreas Debatin, Georg B. Lenzen, Bettina Muckenhaupt |
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Bühnenbearbeitung von Stefan Rogge und Andreas Debatin
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K. will in einem Dorf eine Stelle als Landvermesser antreten, doch schon bald stellt sich heraus, dass man seine Arbeit nicht benötigt und seine Berufung vielmehr auf einem viele Jahre zurückliegenden Irrtum basiert. K. aber bleibt und wird im Dorf Schulhausmeister. Er bemüht sich um Kontakt mit den Bürokraten, die im Schloss residieren – vergebens. Ein System aus Gleichmachung und gegenseitiger Beobachtung verwehrt ihm, mit dem Schloss in Kontakt zu treten und somit auch im Dorf zu leben und zu arbeiten. K. zweifelt mehr und mehr an seiner Daseinsberechtigung, aber ist das, was er erlebt, Realität oder nur ein nicht enden wollender Albtraum?
Kafkas Romanfragment wird von Stefan Rogge und Andreas Debatin für die Bauturm-Bühne theatralisch aufbereitet. Rogge, der auch Regie führt, wird unterschiedliche Spielstile einsetzen, um die Unberechenbarkeit von K.s Gegenspielern zu unterstreichen. Und selbstverständlich wird auch, wie bei Rogges wunderbarer Inszenierung „Yerma“ auch, die Musik wieder eine bedeutende Rolle spielen.
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"Grandios: Rose-Theegarten-Ensemble spielt Kafkas "Schloss". (...) Kafka kannte die Strategien bürokratischer Systeme, und er trieb ihre Logik voran, bis sie absurd, komisch und schließlich schrecklich werden. Rogge fängt dies in scharf abgezirkelten Dialogen ein. Gleichwohl schießt das Irrationale ein - ein Clown, ein Frosch, ein Hase tauchen auf. Die Verwirrung ist kunstvoll, poetisch, aber nie chaotisch. Das Spiel ist mit vielen originellen Details bestückt, die der Inszenierung reiche Bildmomente schenken. Zwar verliert die Inszenierung nach der Pause mit der Komik auch an Tempo. Dennoch gelang hier eine Inszenierung, an deren Bilder man sich noch Jahre erinnern wird. Damit man in den Genuss solch ästhetischer Wagnisse kommen kann, muss Theater gefördert werden."
Kölnische Rundschau 09.11.2006
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