Inszenierung Jörg Fürst
Ausstattung Marc Brodeur (Licht), Jana Denhoven (Bühne), Monika Odenthal (Kostüm), Wolfgang Proppe (Tonaufnahmen)
Produktionsbetreuung Garlef Keßler
Mit Christof Hemming, Johann Krummenacher, Alexe Limbach, Fiona Metscher, Andreas Spaniol, Florian Stiehler
Eine Koproduktion von „GbR Don Karlos“ und Theater im Bauturm
Ein Tanz schmutziger Hände und reiner Seelen. Spanien auf dem Zenit seiner Macht - kurz vor seinem Zerfall. König Philipps Welt gerät aus den Fugen: Aus Staatsraison hat er die Verlobte seines Sohnes Don Karlos geheiratet; der kann nicht von ihr lassen. Fremdheit und Kälte zwischen Vater und Sohn lassen Ehrgeiz und Misstrauen ins Uferlose wachsen. Im Gestrüpp der Realpolitik versucht zudem Marquis Posa einem neuen Menschenbild den Weg zu bereiten. Ein Netz von Intrigen wird gesponnen. Werkstoff ist die Leidenschaft.

Die 220 Jahre alte Mischung aus Politthriller und Familiensoap zeigt Menschen, die aufs grausamste aneinander vorbei leben und lieben und die Frage - privates Glück oder selbstloses Engagement für Ideale? - auf faszinierende Weise unbeantwortet lassen.
Jörg Fürst ist künstlerischer Leiter des mehrfach ausgezeichneten Kölner a.tonal.theater, Mitbegründer von Freihandelszone - ensemblenetzwerk köln und arbeitete als Regisseur u.a. am Schauspiel Bonn. Er inszeniert zum ersten Mal am Theater im Bauturm.
Pressestimmen:
"Mit metallenen Beschlägen ist die Bühne zugesperrt, wie ein stählerner Riesenkoffer. In Stücken, eins nach dem anderen, wird sie wieder demontiert. Kein schlechtes Bild für das waffenstarrende katholische Spanien Philipps II., der Flandern in seiner diktatorischen Zwinge hielt."
Kölnische Rundschau
"Regisseur Jörg Fürst („a.tonal.theater") erforscht in seiner gut dreistündigen Inszenierung den geschassten Thronfolger und die fünf weiteren Hauptfiguren aus Friedrich Schillers historischer Tragödie wie sedierte Versuchstiere und treibt seine famosen Schauspieler zu konzentrierten Hochleistungen. (...)
Die Zeitlosigkeit und Relevanz des 220 Jahre alten Stoffs - Analyse eines fatal autoritären Machtapparats und entarteter Leidenschaften - zeigt Fürst, indem er gleichsam den gesamten Hof in eine undefinierte Zukunft beamt. (...) Darüber hinaus wird auf jeglichen exaltierten Schnickschnack verzichtet: Das Wort steht im Mittelpunkt, untermalt von reduzierter Gestik und pointierter Mimik. (...) Stürmischer Premierenapplaus."
Kölner Stadt-Anzeiger
Spieldauer:
3 Stunden inkl. Pause
Termine: 28.-30.09. / 01.-02.10. / 16.-19.11.
Aus unserem Gästebuch im Theaterfoyer:
Herzerfrischend jugendliche Inszenierung! Hat uns sehr gut gefallen
am 22.02.2010
Auch nach dem mind. 6 x gesehen, nichts von seiner Kraft, Energie und Zauber verloren ...
am 20.02.2010
Die Inszenierung war großartig die Schauspieler waren großartig. Wir kommen wieder.
am 18.02.2010
Wo ist das klassische Theater ???
am 18.02.2010
Klasse Klassik. Gut gemacht , Regie + Schauspieler!
am 28.11.2009
Bravo! Eine herausragende Inszenierung , frisch gehalten durch hervorragende Spieler und eine exakte Choreografie. Mein Kompliment.
Eveline Pochadt am 25.11.2009
Voll toll! Gute Vorstellung !
am 24.11.2009
Eine tief beeindruckende Inszenierung, wunderbare Schauspielkunst...Super
Nina am 04.10.2009
Wie groß, wie schön ist dieser Augenblick!
am 10.09.2009
Don Karlos ist der Hammer!
Ich freu mich hier zu sein!
am 08.09.2009
Wunderbar – die Sprache – ein Vergnügen sich darauf einzulassen, selbst die irritierte Jugend ist in der Lage zuzuhören.
Verbesserungswürdig wären die geschichtlichen Hintergründe - z.B. die Rolle der Inquisition besser herausarbeiten -
An manchen Stellen kippte die Abstrahierung der Regie ins Statische.
Trotzdem vielen Dank
am 01.09.2009
Gradioses Theater!
Wenig Mittel,
große Wirkung.
Gigantische Textleistung!
... da fehlen einem die Worte ... einfach große Klasse!
am 22.01.2008
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